Foto-Equipment, Teil 1: Kompaktkameras


Handykameras werden zwar immer besser und besser, aber wer mit einem Handyfoto ein Fotobuch basteln möchte, ein Poster für zu Hause drucken lassen will oder einen Ausschnitt vom Foto vergrößern will, wird feststellen, dass die Qualität des Fotos allgemein und vor allem die Schärfe des Fotos stark nachlässt. Denn egal ob die Handykamera 10 Megapixel oder 20 Megapixel aufweist, das Problem ist das zu kleine Objektiv am Handy, welches keine ausreichende Schärfe erzeugen kann.

Der sinnvolle Weg zu besseren Fotos, für relativ wenig Geld, sind Kompaktkameras. Aber Achtung: Die meisten Kompakten, vor allem die ganz billigen, bieten leider keine wesentlich bessere Qualität als Handykameras.

Wie finde ich eine gute Kompaktkamera? Grundsätzlich ist es beim Fotografieren sehr wichtig, dass ein Objektiv lichtstark ist. Wobei, je kleiner die Zahlenangabe desto lichtstärker. Also ist der Wert 1:1,4 besser als 1:3,5. Mit einem lichtstarken Objektiv gelingen bessere Fotos bei einem bewölkten Himmel, bessere Dämmerungsfotos, bessere Nachtaufnahmen und auch bessere Indoor Fotos. Belichtungsangaben unter der Zahl 3, sind gut, zwischen 1,4 und 2,8 sehr gut.

Eine weitere Problematik ist, das die meisten Kompaktkameras einen großen Zommbereich bieten, von Weitwinkel bis zu, teilweise schon sehr großen Telebereichen. Dabei ergibt sich die Problematik, dass im Telebereich die Lichtstärke und auch die Schärfe stark abnimmt, somit ein Allroundobjektiv eben auch keine gute Qualität liefert.

Eine Angabe für die Lichtstärke wie zum Beispiel 3,5 - 6,5, bei einem Zommbereich von etwa 28-300 mm, bedeutet, dass im Weitwinkelbereich die Lichtstärke 3,5 beträgt, im Telebereich jedoch die Lichtstärke auf 6,5 abfällt, was bedeutet das bei einem bewölktem Himmel die Fotos relativ dunkel und meistens unbrauchbar werden.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass 95 Prozent aller Fotomotive Menschen- und Landschaften sind und dazu genügt ein Objektiv das den Bereich von Weitwinkel bis Normal, mit leichtem Telebereich abdeckt. Also zum Beispiel 24-70 mm. Wer nach einer solchen Kamera Ausschau hält, bereit ist so zwischen 500 und 700 Euro zu investieren, bekommt dafür die großartige Lichtstärke von etwa 1,4 bis 2,8 - was bedeutet das auch schlechte Lichtverhältnisse zu einem relativ gutem Foto führen.

(Erfahrungsgemäß kann ich hier die Lumix-Serie von Panasonic empfehlen.)

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